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Kneippbecken - Kneippgang - Kneipprondell

Sebastian Kneipp
Sebastian Kneipp (17.5.1821-17.6.1897) hat im 19.Jahrhundert die Naturheilkunde revolutioniert. Nachdem er seine schwere - damals nochmals unheilbar geltende Tuberkulose durch kurze Bäder in der kalten Donau selbst kurierte, begann er, sich intensiver mit der gesundheitsfördernden Kraft des Wassers und der heilenden Wirkung ausgesuchter Pflanzen zu beschäftigen. Das Ergebnis seiner langjährigen Studien und praktischen Anwendungserfolge ist sein visionäres Lebenskonzept von zeitloser Aktualität. Angesichts von zunehmender Umweltbelastungen und stressbedingten Zivilisationskrankheiten haben Menschen heute ein intensiveres Bedürfnis nach natürlichem Wohlbefinden und aktiver Gesundheitsvorsorge. Für Kneipp gehören dazu auch regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und geistig-seelischer Ausgleich. Sein Name steht damit nicht nur für wissenschaftliche fundierte naturheilkundliche Produkte und Anwendungen, er steht für einen ganzheitlichen Lebensstil.

"Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt"
Sebastian Kneipp

Für das "Wassertreten", eine der Wasseranwendungen von Kneipp stellt Thermarium zwei grundlegend verschiedene Formen von Becken zur Verfügung. Es ist dies entweder der frei zu definierende Kneippgang oder das platzsparende Kneipprondell. In beiden Beckenformen werden die abwechselnd, hintereinander angeordneten Kaltwasserbecken bzw. Warmwasserbecken im sogenannten Storchengang (etwa 30 bis 40 Schritte pro Wasserbecken) durchschritten. Dabei wird das Bein zur Gänze aus dem Wasser gezogen, wobei die Fußspitze etwas nach unten gebeugt sein sollte, um anschließend wieder hineingestellt zu werden. Nach dem Wassertreten werden die Beine vom Wasser abgestreift (nicht abgetrocknet) und im Trockenen warmgelaufen. Eine kräftige Rötung der Waden signalisiert ein gut reagierendes Gefäßsystem. Regelmäßig durchgeführt, wird die Abwehrbereitschaft des Körpers gegen Krankheitserreger gesteigert, der Kreislauf angeregt und die Durchblutung gefördert.

"Ich möchte wissen, welche Krankheit in eine verweichlichte Natur nicht leichter eindringen kann, während eine abgehärtete Natur sich nicht das Geringste daraus macht. Die Verweichlichung, behaupte ich, öffnet Thür und Thor für viele Krankheiten."
Sebastian Kneipp, Mein Testamtent, 1895


Eine abgewandelte Form des Wassertretens ist der Einsatz von "Wasserfilmdüsen". Hier handelt es sich nicht um ein mit Wasser gefülltes Wasserbecken, sondern um einen Wasserfilm der auf Höhe der Waden im Becken quer eingesprüht wird. Vorteil dieses Systems ist der geringere Verbrauch an Wasser, der Wegfall der Wasseraufbereitung, der Wasserkühlung (Kaltwasser) und der Wassernachheizung (Warmwasser) da es sich hier nicht um stehendes Wasser handelt. Die Wasserfilmdüsen werden nur in Betrieb genommen, wenn ein Gast das Kneippbecken betritt.

Referenzen


 
 
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